…denn sie wissen nicht, was sie tun.

Zum 100millionsten Mal. Ich kann mich selber nicht mehr hören,  wie ich all‘ die veralteten Hundeerziehungstipps dementiere und gebetsmühlenartig erkläre, warum das gerade nicht richtig ist, was der Gegenüber über die Erziehung von Hunden von sich gibt.  Ob beim Friseur,  bei der Fußpflege, auf irgendwelchen Partys oder Treffen unter Hundemenschen auf der Hundewiese, bei Verwandten; es kommt es immer und immer wieder zur Sprache und ich frage mich, warum stirbt dieser Mist nicht aus? Ich verstehe es einfach nicht, warum sich diese alten Mythen über die Erziehung von Hunden so lange halten.

An der University of Pennsylvania fanden Verhaltensforscher heraus, dass Hundehalter, die aggressive Methoden anwenden, um die Verhaltensprobleme ihres Hundes in Griff zu bekommen, die Probleme verschärfen, anstatt sie zu lindern.

Die Studie, die im Applied Animal Behaviour Science veröffentlicht worden ist, ergab, dass die Hunde von Haltern, die mit auf  Strafen – basierte Techniken arbeiten, immer aggressiver wurden, im Gegensatz zu Hunden deren Halter die positive Verstärkung-Technik verwenden.

Tierarzt Meghan Herron (Hauptautor der Studie) sagte, es sei interessant, dass Methoden, wie der „Alpha- Rolle“ und das Schlagen oder Schreien „nein“ an mehr als einem Viertel der Hunde eine aggressive Reaktion auslöste.

Hier nochmal zum Mitschreiben:

Bei Anwendung folgender veraltetender Methoden kann der Hund aggressiv werden bzw. wird der Hund aggressiv.

RUDELFÜHRER

Der Mensch kann K E I N Rudelführer sein. Rudelführer gibt es nur innerhalb einer Art. Punkt.  Sie können als Mensch ein Freund für ihren Hund sein, der mit liebevoller Konsequenz seinen Hund erzieht.

ACHTUNG!
Das denkt der Hund, wenn Sie sich als Rudelführer aufspielen.
Den kann ich eigentlich nicht für voll nehmen, er versteht meine Hundesprache nicht und geht nicht darauf ein. Was kann ich nur tun, der ist absolut unsouverän?

Das sollte der Mensch wissen, wenn er sich als Rudelführer aufführt.
Der Hund wird sie nicht ernst nehmen, sondern Ihnen nur aus Angst vor Strafe folgen. Die Frage, die sich hier stellt: „Wollen Sie das?“ Ihr Hund wird Ihr Gehabe nicht verstehen, da Hunde eine eigene Sprache sprechen, die man sehr leicht als Halter lernen kann.

Nackenschütteln

Mehre Hunde, die nicht miteinander verwandt sind, bilden K E I N  Rudel, sondern eine Gruppe. Ein Rudel ist eine Familie, z. B. eine Wolfsfamilie oder Hundefamilie mit ihren Kindern. Der Nackenbiss einer Hündin bei ihren Welpen dient nur dazu, um die Welpen von A nach B zu tragen. Dieses passiert ganz sanft und hat N I C H T S mit Strafe zu tun.

ACHTUNG!
Das denkt der Hund, wenn er am Nacken geschüttelt wird.
Ein Hund, der mit Nackenschütteln vom Menschen bestraft wird, sieht das als eine Todesandrohung an. Der Hund lernt, ich muss mich vor meinem Halter in Acht nehmen und hat Angst vor ihm.

Das sollte der Mensch wissen, wenn er seinen Hund am Nacken schüttelt:
Das Nackenschütteln wenden Raubtiere bei ihrer Beute an und signalisieren damit eine Tötungsabsicht. Sie teilen Ihrem Hund damit also mit, dass Sie ihn töten wollen.

An der Leine rucken

An der Leine rucken ist eine Strafe und führt zu verrenkten Halswirbelsäulen und Schäden am Hals, erst recht, wenn der Hund NUR ein Halsband trägt, kann es sogar auch den Augeninnendruck erhöhen.

ACHTUNG!
Das denkt der Hund beim Leinenrucken!
Halter ruckt, wenn ein anderer Hund kommt, Hund spürt einen Schmerz aufgrund des Leinenrucks und verknüpft den Schmerz mit dem Anblick anderer Hunde.

Das sollte der Mensch wissen, wenn er ständig an der Leine ruckt, kann es zu folgenden gesundheitlichen Schädigungen kommen:

• Kehlkopfentzündungen
• Schäden an der Wirbelsäule
• Schäden an der Luftröhre, Husten oder chronisches Röcheln
• Zu hoher Blutdruck
• Erhöhter Augeninnendruck

und zu Verhaltensauffälligkeiten beim Hund; z. B. Leinenaggression.

Alpha-Wurf/Alpha-Rolle

Auch der Alpha-Wurf signalisiert dem Hund, dass sein Halter nicht die besten Absichten hat und in Zukunft mit Vorsicht zu genießen ist, denn die Alpha-Rolle, Schlagen und Schreien bewirken Aggressionen.

ACHTUNG!
Das denkt der Hund beim Alpha-Wurf.
Mein Herrchen will  mir Schmerzen zufügen, dann wehre ich mich jetzt mal besser; Hund knurrt und/oder beißt eventuell.

Das sollte der Mensch wissen, wenn er ständig den Alpha-Wurf bei seinem Hund anwendet.
Als logische Konsequenz wird Ihr Hund sich wehren, sich verteidigen und eventuell zubeißen, da Sie ihm  Schmerzen zufügen und erniedrigen.

 

In den 80ern und 90ern des letzten Jahrhunderts wollte man uns glauben machen, dass jegliches Anzeichen eines Verhaltensproblems ein Dominanzproblem des Hundes wäre.

Man unterzog uns einer Gehirnwäsche. Viele Bücher trafen Aussagen wie: „Hundebesitzer muss die Alphaposition des Rudels einnehmen und verhindern, dass der Hund dominant wird.“

Das Wissen über die Erziehung unserer Kinder ist sehr weit fortgeschritten. So weiß jeder, dass ein Kind nicht geschlagen werden darf. Die Erziehungsmethoden haben einen langen Entwicklungsprozess durchgemacht.

Früher mussten Kinder viel strengere Gesetze befolgen. Mädchen mussten beispielsweise bei der Begrüßung von Erwachsenen einen Knicks machen, Jungen eine leichte Verbeugung. Bei Tisch durften viele Kinder gar nicht sprechen. Solch strenge Verhaltensregeln sind heute passé.

Hier haben Pädagogen und Erzieher eingesehen, dass eine Erziehung ohne Strafe besser ist als mit Strafen. Das hat eine Studie von Eron et al. (1963) mit 451 Schulkindern ergeben: Ergebnis: Kinder die härtere, physische Bestrafung erleiden, sind in der Schule ebenfalls aggressiver.

Auch Verhaltensforscher haben vor langer Zeit eingesehen, dass eine Erziehung ohne Strafen beim Hund besser ist als mit Strafen.

Was ich damit sagen will? In der Erziehung unserer Kinder sind wir uns einig, dass diese straffrei erfolgen muss, doch bei der Erziehung unserer Hunde gibt es so viele verschiedene Methoden. Der leid tragende ist der Hund. Doch es gibt nur eine eine einzige Möglichkeit, einen Hund richtig zu erziehen, nämlich absolut

G E W A L T F R E I.

Quelle:

http://news.medill.northwestern.edu/chicago/news.aspx?id=124687Link zur Studie:http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0168159108003717

Zeckenanzeigehund

Hunde arbeiten mit uns zusammen und informieren uns.

Die enge Bindung zum Menschen spiegelt sich in der Kommunikation wieder. So informiert mich Emma, wo sich eine Zecke an ihrem Körper befindet durch ständiges Kratzen an der entsprechenden Stelle. Oder aber durch Anzeigen mit Blicken und Schnüffeln an der Stelle, wo sich die Zecke gerade befindet, z. B.  am Boden oder auf dem Teppich. Sie schaut erst mich an und dann die Zecke im abwechselnden Rhythmus.
Eines abends, als ich auf der Couch saß, legte sich Emma vor mich und senkte ihren Blick auf den Teppich. Diesen Blick hat sie häufig, wenn sie draußen auf der Wiese Insekten beobachtet. Sie hob den Kopf nicht und schaute aufmerksam aber paralysiert, mit den Ohren nach vorne gerichtet, nach unten auf den Teppichboden. Ich untersuchte den Teppich, da ich eine Zecke vermutete, fand jedoch keine. Auch auf meine Frage hin:“Was ist denn da?“, reagierte sie nicht. Ihr Kopf blieb unten. Erst als ich unter die Couch schaute entdeckte ich eine vollgesogene Zecke, die sich langsam von unter der Couch auf den Teppich zu bewegte. Ich schnappte mir die Zecke, ließ Emma noch einmal daran riechen, belohnte Emma und entsorgte die Zecke.
Emma hatte im Laufe der Jahre gelernt, dass ich ihr die Zecken entferne und sie danach sofort für ihr ruhiges Verhalten belohnt wird. Jedes Mal nach dem Entfernen besteht sie regelrecht darauf, die Zecke zu beschnuppern. Ich vermute auch, dass meine jeweilige Freude über das Anzeigen einer Zecke in der Wohnung von ihr und der sofortigen Belohnung dafür, dazu geführt hat, dass Emma das als eine/ihre Aufgabe ansieht und mit mir bewußt zusammen arbeitet. Außerdem hat natürlich eine unbewußte Konditionierung stattgefunden.

Bettina Küster
Hundepsychologin nTR
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Gute-Laune-Dogs-Beobachtungstraining „Ich sehe was, was du nicht siehst“

Assessment für Hunde (c)

Was ist das denn? Wie bin ich denn auf diese Idee gekommen? Ganz einfach: Nach dem Besuch eines 2-tägigen Seminares Beobachtungstraining für das Assessment-Center-Verfahren eines renomierten Weiterbildungsträgers wurde speziell auf den Einsatz in der Potenzialanalyse im Rahmen von Projekten im Übergang Schule und Beruf  dieses AC modifiziert. Ziel ist es, berufliche Affinitäten, Fähigkeiten und Kompetenzen Jugendlicher und Schüler zu erkennen.
Ich arbeite mit Jugendlichen zusammen und konnte auch schon meine Arbeit als Hundepsychologin mit in die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BVB) einbeziehen. Das macht einen riesen Spass, natürlich immer unter der Berücksichtigung, dass alle Beteiligten sich wohl fühlen, sowohl Hund als auch Mensch. Dieses ist mir ganz gut gelungen. Beim 1. Mal hatte ich Lara, die Border Collie Hündin mit; sie ist ein As im Maintrailing. Wir haben 2-3 Trails gelegt und anhand verschiedener Geruchsartikel hat Lara die Runner gefunden. Das hat die Jugendlichen sehr beeindruckt.  Beim 2. Mal hatte ich Tessi, einen ausgebildeten Besuchshund, dabei. Alleine ihre Anwesenheit im Unterricht hatte eine beruhigende Wirkung und viele Teilnehmer öffneten sich. Zum Thema Hund in der Berufsvorbereitung lesen Sie in meinem Blog bald mehr.

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Doch zurück zum AC für Hunde. Nach dem Seminar kam mir die Idee, Hunde nach diesem Schema zu beobachten. Denn was tun wir eigentlich die ganze Zeit, als Hundepsychologen? Wir beobachten Hund und Halter.
Doch bei diesem Verfahren geht es nicht darum zu beurteilen, sondern es geht darum, den Hund objektiv zu bewerten und herauszufinden wie er NOCH besser gefördert werden könnte. Vielleicht macht der eine oder andere Hund schon Agility, das ist aber nicht wirklich sein Ding. Der Halter kennt keine Alternativen. Doch es gibt so viele Alternativen einen, Hund zu fördern.
Um herauszufinden, wie sie Ihren Hund noch besser fördern können, hat Gute-Laune-Dogs dieses Beobachtungstraining entwickelt und entsprechende Merkmale aufgestellt, die beobachtet werden.  Anhand eines Beobachtungsprofils werden bestimmte Merkmale bewertet. Ein wichtiges Merkmal beim Assessment für Hunde (c) ist zum Beispiel Kommunikation. Welchen Wert erzielt der Hund bei der Beobachtung zum Merkmal Kommunikation? Danach erhält der Halter eine indviduelle schriftliche Auswertung per Mail nach Hause geschickt. Die Auswertung enthält Tipps, wie sie Ihren Hund entsprechend fördern können.

Na sind Sie neugierig geworden? Dann schreiben oder rufen Sie mich an.

Gute-Laune-Dogs kommt auch zu Ihnen in die Hundeschule, um das Assessment für Hunde (c) durchzuführen, wenn genügend Teilnehmer vorhanden sind.

Falls Sie Interesse an einer Beobachterschulung haben, um selbständig Assessments für Hunde (c) durchzuführen, schreiben oder rufen Sie mich an.

Am 12. August startet das 1. Assessment für Hunde (c) in Deutschland. Sichern Sie sich jetzt schon Ihren Platz. Hier geht es zur Ausschreibung:
Ausschreibung Assessment für Hunde (c)

Neukirchen-Vluyn, 02.06.2017

Bettina Küster
Hundepsychologin nTR
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Lieblingsbeschäftigungen von Hunden fördern

Wer seinen Hund gut kennt und ihm was Gutes tun möchte, lässt ihn oft seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Kennen Sie die Lieblingsbeschäftigungen Ihres Hundes? Wenn nicht, versuchen Sie es einfach herauszufinden.
Ich habe Ihnen mal ein paar Lieblingsbeschäftigungen meines Hundes herausgesucht. Wichtig dabei ist, dass der Hund es freiwillig tut, motiviert ist und Spaß an der Sache hat. Hunde, die oft ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen können, sind zufriedener. Gekennzeichnet sind diese Beschäftigungen vom wenigen Eingreifen des Besitzers, heißt, es werden so wenig wie möglich Signale erteilt. Der Hund soll möglichst selbständig handeln.

Ich bin auf Fotos gespannt, auf denen Ihr Hund seiner Lieblingsbeschäftigung nachgeht.

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Beobachten von Insekten
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Leckerliesuche am Lieblingsbaumstamm
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Andere Tiere beobachten
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Sich an der Lieblingsstelle kraulen lassen
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Leckerlies schnappen und fressen
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Nach Mäusen buddeln
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Am Baumstamm nach Leckerlies suchen.
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Auf die kleinen Freunde aufpassen und in Schach halten.
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Lieblingsstofftier totschütteln.
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Fressen im Freien.
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Mit einem Freund zusammen andere Hunde beobachten.
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In der Sonne chillen.
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Welpen Marnieren beibringen.
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Sonnen.
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Schnüffeln.
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Welpen betüddeln.
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Im Sand laufen.
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Springspiele.
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Kletterspiele
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Sich von Frauchen mit dem Faszienball massieren lassen.
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Mit Frauchen zusammensitzen.
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Sich das Ohr ausschlecken lassen.

 

Bettina Küster
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Ich freue mich über einen Pfotenabdruck auf meiner Seite.
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Rehaklinik mit Hund; Ferienwohnungen für Angehörige mit Hund in der HELIOS Klinik Schloss Schönhagen

Ende März 2017 konnte ich eine Ferienwohnung für Euch testen, und zwar liegt diese Wohnung auf dem Gelände der HELIOS Klinik Schloss Schönhagen.

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In dem 150 m entfernten Gästehaus „Haus am Schlossteich“ sind extra fünf Ferienwohnungen für Begleitpersonen von Patienten mit Hund erlaubt. Ich habe Wohnung Nr. 1 getestet.
Alle fünf Wohnungen sind neu renoviert und restauriert und in einer schönen Lage auf dem Schlossgelände. Sowohl von außen als auch von innen ist alles komplett neu, incl. des Mobiliars. Die Ferienwohnungen stehen seit Juli 2015 ausschließlich für Begleitpersonen von Patienten, die mit Hund anreisen zur Vermietung.  Wohnung Nr.  1 befindet sich im Erdgeschoß und ist somit ein Traum für Hunde.
Zum Strand und zur Steilküste sind es ca. 10 Gehminuten. Es gibt auch einen eigenen Hundestrand. Direkt hinter dem Haus befindet sich ein Wanderweg, der durch die Felder führt. Allerdings ist es ratsam, Hunde die jagdlich motiviert  sind, dort anzuleinen, da es dort Sprünge von Rehen gibt. Ich übertreibe nicht, wenn ich von Sprüngen schreibe. Ich habe noch nie so viel Rehe in freier Natur auf einmal gesehen. Von ‚einem Sprung Rehe‘ spricht man, wenn man mehrere/viele Rehe sieht.
Angehörige dürfen in der HELIOS Klinik Schloss Schönhagen gegen eine geringe Gebür essen.  Das Frühstück, Mittagessen und Abendbrot habe ich auch getestet und es war gut. Der Essenssaal ist sehr modern und geschmackvoll eingerichtet und befindet sich in dem neuen Anbau der Klinik.
Ein Tipp einer Klinikmitarbeiterin, der sich als ausgewiesen gut herausstellte, war das Restaurant Fährschänke in Kappeln, welches 24 Stunden geöffnet und eine hervorragende Fischkarte hat. Danach könnte man dann zum Kuchenessen zum Café Obstgarten in Kappeln gehen, dort bekommt man den besten Käsekuchen.

Bettina Küster

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Zum Weiterlesen: In diesen Rehakliniken ist die Mitnahme von Hunden erlaubt
Über einen Pfotenabdruck freue ich mich: Facebookseite von gute-laune-dogs

 

Summ, summ, summ, nicht nur Bienchen 🐝 summt herum

VON

BETTINA KÜSTER

Vor ein paar Tagen habe ich einen riesigen Schreck bekommen. Emma hatte eine Wespe im Maul.  Sie lag wie immer auf ihrem Lieblingsplatz unter dem Wohnzimmertisch und fing an zu schnalzen, schüttelte ihren Kopf und versuchte etwas aus ihrem Maul zu spucken. Sofort sind wir zu ihr hin, haben Pfui gesagt und sie spuckte die Wespe aus, die sogar noch wegfliegen konnte. Wir wussten sofort, dass es eine Wespe oder Hummel sein musste, da diese vermehrt bei uns im Garten rumfliegen. Das Signal Pfui war sehr hilfreich. Da wir dieses Signal sehr selten brauchen und es nur benutzen, wenn sie etwas vom Boden aufgenommen hat und ausspucken soll, war es diesmal umso hilfreicher, dass Emma es kannte. Ich beobachtete Emma und durch Kontrolle ihres Mauls, Rachen und Zunge konnten wir zum Glück keinen Stachel und keinen Einstich feststellen.

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Emma beim Beobachten von Insekten!

Im Moment explodiert die Natur und alle möglichen stechenden Insekten wie Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen sind auch wieder auf Kurs. Viele Hunde machen sich einen Spaß daraus, zu versuchen, die unbekannten Flugobjekte zu fangen und gleich zu vertilgen. Emma gehört leider auch zu diesen Sportlern. Sie kann ewige Zeiten Insekten beobachten und irgendwann springt sie auf und versucht sie zu fangen und schnappt nach ihnen.

Woran  erkenne ich, dass mein Hund gestochen wurde?

Falls der Hund im Rachen gestochen wurde, würde er röcheln und würgen und die Schleimhäute schwellen an. Einstichstellen am Körper erkennt man meist dadurch, dass die Stelle angeschwollen ist, eventuell der Stachel noch steckt und der Hund vermehrt diese Stelle leckt oder sogar beim Gestochen werden aufjault. Die Verhaltensweise des Hundes ist insgesamt anders als sonst.

Was sollte ich tun, wenn mein Hund gestochen worden ist?

Erst einmal suchen wir die Einstichstelle und überprüfen, ob der Stachel noch festsitzt. Sollte er noch drinstecken, versuchen wir diesen mit einer Pinzette zu ziehen.  Die angeschwollene Einstichstelle dann mit einem Kühlpad oder mit kaltem Wasser kühlen. Sollte der Hund das Insekt im Hals haben und gestochen worden sein, versucht man den Stachel  heraus zu bekommen. Danach sofort von außen und von innen kühlen.. Am besten innen mit Speiseeis und von außen mit einem Kühlpad und kaltem Wasser. Dann bitte sofort in die nächst gelegene Tierklinik fahren, um den Hund dort vorzustellen.

Durch den Stich kann auch eine allergische Reaktion ausgelöst werden, bis hin zum anaphylaktischen Schock. Das erkenne ich an folgendem Verhalten oder Symptomen:

– Apathie bis zur Bewusstlosigkeit
– geschwächter Eindruck
– taumelnder Gang
– zittern
– Pfoten, Ohren und Schwanzende können kühl sein
– Schleimheute sind blass
– die Atmung ist flach und schnell
– der Herzschlag ist beschleunigt

Auch hier bitte sofort in die nächst gelegene Tierklink fahren und den Hund vorstellen. Bitte lassen Sie sich für den nächsten Fall/Stich schon einmal Vorsorgemedikamente für einen eventuellen nächsten allergischen Schock mitgeben.

In allen oben beschriebenen Fällen bleiben Sie ruhig und wirken beruhigend auf Ihren Hund ein. Zur Sicherheit leinen Sie Ihren Hund an, damit er nicht weglaufen kann, falls er einen Schock hat.

Bettina Küster
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Wir sind nominiert zu „Mein Liebster Award“

Ziemlich stolz bin ich schon, das kann ich nicht abstreiten. Da schreibt man sich die Finger wund über Hunde und ihre Menschen und fragt sich, wen interessiert das überhaupt? Umso mehr habe ich mich über die Nominierung von der lieben Karin Immler von Online Hundeschule  gefreut. Ich dachte mir, endlich wirst du mal für das gewürdigt, wo mein ganzes Herzblut dran- und drinsteckt. Danke liebe Karin Immler.

Aber was ist denn Mein Liebster Award überhaupt?
Es ist eine Initiative, die die Blogger vor den Vorhang bringt, die hinter den nominierten Blogs stehen. Jede/r Nominierte des Mein Liebster Award nominiert ihrerseits/seinerseits bis zu 11 weitere BloggerInnen und stellt ihnen einige Fragen. Die Idee ist klasse, so lernt man die Menschen und gute Blogs kennen.

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Emma und ich an der Ostsee in Schönhagen.

Als 1. beantworte ich jetzt die 11 Fragen, die Karin Immler mir gestellt hat.

1. Stell dich den LeserInnen mit 3 Eigenschaften vor, die dich auszeichnen

 Tierverrückt, humorvoll, menschlich.

2. Welche Menschen in Deinem Leben haben Dich gefördert?

Da gibt es ganz viele, die könnte ich gar nicht alle hier nennen, Familie, Freunde und ArbeitskollegInnen.

3. Wen möchtest du unbedingt einmal kennenlernen?

Ray Coppinger und Mark Bekoff

4. Was gefällt dir am Bloggen?

Mir schreibt niemand vor, was ich schreibe.

5. Was ist deine große Stärke in Sachen Hund?

Ich empfinde sehr viel Empathie für Hunde und kann mich sehr schnell in Hunde rein versetzen und weiß, ob es ihnen gut oder schlecht geht. Diese besondere Eigenschaft kann ich natürlich gut für meine Arbeit als Hundepsychologin gebrauchen.

6. Wie kommst du auf die Themen für deine Blogartikel?

Das ist abhängig von den Gegebenheiten und was mich persönlich gerade sehr bewegt in der Hundeszene. Generell möchte ich aber Hundehalter erreichen und nicht Hundeexperten.  Ich schreibe also für den normalen Hundehalter.

7. Musst du dir manchmal auch Kritik an deinem Blog anhören? Wie gehst du damit um?

Oh ja, eine gute Freundin, die Buchautorin mehrerer Bücher ist, sagte mir mal: “Wenn du kritisiert wirst, dann hast du es geschafft.“

Ich versuche auf sachliche Kritik sachlich zu antworten.

8. Was macht für dich einen guten Blog aus?

Na ja, das ihn viele Menschen lesen, aufgrund der interessanten Artikel.

9. Wie viel Ehrlichkeit verträgt ein Blog?

Wenn ich nicht ehrlich bin, bin ich auch nicht authentisch. Und das braucht ein Blog, die Authentizität des Bloggers, damit man ihm glaubt.

10. Liest du auch Blogs, die gar nichts mit deinem Business zu tun haben? Wenn ja, welche?

Mich interessieren Sportblogs, Essensblogs, Reiseblogs, Musikblogs, mehr fällt mir im Moment nicht ein.

11. Was sind absolute No-Gos für einen guten Blog?

Texte ohne Bilder, also Bleiwüsten und zu lange Artikel. Ich ertappe mich selber dabei, diese nicht zu Ende zu lesen, obwohl es vielleicht spannend ist.


Nun nominiere ich sechs weitere Blogs, die mir sehr am Herzen liegen und die ich persönlich sehr lesenswert finde. Die Reihenfolge ist rein zufällig gewählt:
1. Schoneaussichtenfuerhunde Blog von Stephanie Küster ist ein tollter Blog über einfühlsames und kompetentes Hundetraining, auch geballt mit Wissen über Hundephysiotherapie.
2. Canisindipendicus.blog von Hana Sanders-Høstløvet. Ein außergewöhnlicher Blog über außergewöhnliche Hunde, wie z. B. über Dingos und Wolfshunde.
3. freilauf.cc von Nina Tschanhenz Ein Blog mit Buchtipps, über Ernährung und Tierschutz, sowie Tipps und Wissenswertes über Hunde.
4. blog.vawidoo.com von Silke Schippmann und Simone Braun ist ein Reiseportal für Menschen, die ohne Hund nicht in Urlaub fahren möchten.
5. dogcom.de/artikel.html von Sonja Hoegen ist ein Blog über anspruchsvolle kompetent dargestellte und niedergeschriebene Themen in der Hundewelt.
6. bestfriends-castrop blog von Marcus Liedschulte ist ein Blog über aktuelle Hundethemen, die ohne Blatt vorm Mund niedergeschrieben werden.

Meine 11 Fragen an die nominierten Blogger:
1. Was machst du in deiner Freizeit – außer Bloggen und mit Hunden spazieren gehen?
2. Welche Tiere leben noch in deinem Haushalt?
3. Wie viele Hunde hast du?
4. Wo kommen diese(r) Hund(e) her (Tierschutz/Züchter)?
5. Wo und wie wohnst du (ländlich oder in der Stadt)?
6. Wann begann deine Leidenschaft zum Bloggen?
7. Wie oft schreibst du?
8. Wie kommst du auf deine Themen?
9. Hast du schon mal daran gedacht, ein Buch zu schreiben? Und wenn ja, welcher Titel?
10. Was gefällt dir am Bloggen besonders?
11. Gibt es etwas, was dir am Bloggen mißfällt?
Die Regeln des Liebster-Award

  1. Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat, und verlinke ihren Blog in deinem Artikel.
  2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
  3. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
  4. Stelle eine Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  5. Schreibe diese Regeln in deinen Liebster Award Blog-Artikel.
  6. Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.

Viel Spaß beim Stöbern der Blogs

wünscht Ihnen

Ihre

Bettina Küster

 

 

 

Gleicht das Hundehirn einem Spamordner, das nach 30 Tagen alles löscht, was unwichtig ist?

Forscher haben heraus gefunden, dass Hunde ein episodisches Gedächtnis haben und sich an Dinge erinnern, die eigentlich keine Bedeutung für sie haben. Für mich eigentlich sehr klar. Ich wurde des öfteren gefragt, ob Hunde einen Menschen auch wieder erkennen, wenn sie diesen Jahre nicht gesehen hätten, z. B. einen Freund der Familie oder einen Nachbarn. Meine Antwort ganz klar: Ja. Warum sollte ein Hund diesen Menschen nicht wiedererkennen, auch wenn er keine Bedeutung für ihn hat? Das Gehirn eines Hundes hat ja keine automatische Löschfunktion wie ein Spamordner im E-Mail-Fach. Deshalb wird er diesen Menschen auf jeden Fall wieder erkennen, alleine schon anhand des Geruchs. Als wir einen Freund lange Jahre nicht gesehen hatten und ihn irgendwann wieder trafen, freute sich Sinead, unser damaliger Hund, als hätte sie ihn gestern das letzte Mal gesehen.
Es gibt natürlich auch die andere Variante, und zwar die der schlechten Erinnerungen:
Vor Jahren erzählt mir eine Kundin, die einen Jagdhund vom Jäger übernommen hatte, der nicht zur Jagd geeignet war, dass dieser Jäger nach Monaten zu Besuch kam. Als der Jagdhund nur das Auto des Jägers vor der Haustür hörte, versteckte er sich in der letzten Ecke im Garten und zitterte vor Angst. Also offensichtlich ein sehr gut funktionierendes Gedächtnis, wo schon alleine das Motorengeräusch des Autos negative Erinnerungen und die dementsprechenden Verhaltensweisen in dem Hund hervorriefen. Während des Besuch des Jägers, war es den neuen Besitzern nicht möglich, den Hund aus der „hinterletzten“ Ecke des Gartens hervorzuholen. Erst lange Zeit nachdem der Jäger weg war, kam der Hund wieder hervor. Er wollte einfach sicher sein, dass er in Sicherheit ist. Ein sehr gutes Beispiel für ein gut funktionierendes Hundegedächtnis. Emma beobachtet Bienen auf der Frühlingswiese

Bettina Küster

Hundepsychologin nTR

Trainerin für Diabetikerwarnhunde und (Akustik)Signalhunde

http://www.gute-laune-dogs.de

Einfach unvergesslich

VON
BETTINA KÜSTER

Leider ist der Hund einer sehr guten Freundin vor ein paar Tagen gestorben. Auch die Tatsache, dass er alt war, macht diesen Verlust nicht besser. Bei mir kommen wieder diese schrecklichen Gedanken und Gefühle hoch, die man damit verbindet, wenn ein Hund uns verlässt. Egal ob der Hund von selbst, durch eine Krankheit oder durch Euthanasie stirbt, sie hinterlassen ein riesen Loch und einen Einschnitt in die Seele, die man mit Worten gar nicht so richtig beschreiben kann.
Man macht sich Selbstvorwürfe, ob man den Hund gut genug gepflegt hat, wenn er krank war, oder fragt sich, ob man ihm genug Zeit,  Zuwendung und Liebe geschenkt hat. Und zwar genauso viel Liebe, wie uns ein Hund schenkt. Nicht umsonst heißt es `Hunde machen uns zu besseren Menschen`. Da ist etwas dran, denn Hunde holen uns immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, indem sie in den Tag hineinleben und fast alles so nehmen wie es ist. Sie sind diejenigen, die uns dazu bringen, uns selbst zu reflektieren und uns

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Unser letzter Urlaub mit Sinead in Tirol 2009

zu fragen, ob das alles so richtig ist, was man gerade macht. Sie bringen uns dazu, Fehler einzugestehen, die man hat. Sie bringen uns dazu, klar zu sehen, dass man kein perfekter Mensch ist, sondern nur nur ein ganz normaler Mensch. Sie bringen uns dazu, dass wir uns nicht so wichtig nehmen. Hunde lieben uns so, wie wir sind, sie lieben uns nicht für das, was wir sind. Ihnen ist es egal, ob wir dick, dünn, reich oder arm sind. Unserem Hund können wir nichts vor machen, bei ihm dürfen wir so sein, wie wir wirklich sind. Vielleicht ist der Schmerz deshalb so groß, wenn sie gehen, weil dann fehlt einfach diese unerschütterliche Liebe, die uns nur ein Hund geben kann.
Während ich diese Zeilen schreibe, sehe ich Emma meinem Hund beim Schlafen zu und ich bin froh über jeden Tag, den ich mit ihr verbringen kann und freue mich auf unsere Zeit.

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Emma, eine waschechte Griechin.

P.S. Sinead hat einen so schönen Platz bei uns im Garten. Wir haben einen Apfelbaum auf Ihr Grab gepflanzt. Sie mochte so gerne Äpfel. Als Emma sich zum 1. Mal in unseren Garten legte, war es auf Sineads´ Grab.

Nimm dir Zeit für deinen Hund,
bevor die Zeit deinen Hund wegnimmt!

Bettina Küster
Hundepsychologin nTR
Trainerin für Diabetikerwarnhunde und (Akustik)Signalhunde
Ich freue mich über einen Besuch auf meiner Facebook-Seite: https://www.facebook.com/gute-laune-dogsde-199906573437716/

Ein ganzes halbes Jahr auf der Straße – Das geheime Leben von Elfos als Streuner

von
BETTINA KÜSTER

Am 10. Juli 2016  ist der damals zwei Jahre alte Elfos, ein Gos d´Atura Mischling, entlaufen und ein halbes Jahr später am 17. Januar 2017 wieder eingefangen worden. In Moers fand er im Juli 2016 ein neues Zuhause, aber nach wenigen Tagen und durch einen kurzen Moment der Unachtsamkeit konnte der sehr ängstliche Elfos, der sich natürlich noch nicht an seine neue Familie und die neuen Umstände gewöhnt hatte, aus dem Garten ausbrechen.

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Elfos am 17.01.2017.

Die Rasse Gos d`Atura ist ein sogenannter Katalanischer Schäferhund, der hier in Deutschland noch keine weite Verbreitung hat. In seiner Heimat der nordspanischen Provinz Katalanien wird der rustikale Arbeitshund für die Beaufsichtigung von Herden eingesetzt. Er ist ein intelligenter Hund, der gerne eigene Entscheidungen trifft. Das passte auch zu den Beschreibungen von Elfos. Er wurde gesichtet, entkam wieder und tauchte unter. Ich wurde neugierig und verfolgte die ganze Aktion über Facebook und die Presse.

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Elfos lebte in einem kleinen spanischen Örtchen mit anderen Hunden, bevor er als halbverhungerter Hund in die Tötung gebracht wurde. In der Tötung wurde er von der spanischen Organisation Perros con Alma gerettet, bevor er von Tierschutz Europa vermittelt wurde. Zwei Tage vor seinem Weglaufen war Elfos erst in Moers in seinem neuen Zuhause angekommen. Er hatte also gerade eine sehr lange und anstrengende Fahrt hinter sich und nutzte eine Chance, zu entkommen, als er alleine im Garten war. Und in Elfos Fall auch verständlich, denn er war die Freiheit offensichtlich gewohnt und wollte sie wieder haben.

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Elfos als Streuner.

Mich  interessierte sein Sichtungs- und Laufprofil, so dass ich einen Fragebogen an die Besitzer – den Tierschutzverein Europa – schickte und diese so freundlich waren, mir alle Fragen zu beantworten, die ich stellte.
Nach dem Weglaufen von Elfos wurde eine riesige Suchaktion ins Leben gerufen, die mit dem Austeilen von Flyern und mit der Kontaktaufnahme zur Presse einherging. Auch eine eigene Facebookseite Elfos komm ins Warme wurde ins Leben gerufen und ständig mit neuesten Informationen bestückt.
In den Flyern, in der Presse und auf Facebook wurde explizit dazu aufgerufen, Elfos nicht einzufangen, da er ein sehr menschenscheuer Hund sei. Stattdessen sollte man die angegebene Telefonnummer anrufen. Leider gab es Menschen, die trotzdem versucht haben, ihn einzufangen. Das Resultat war, dass Elfos für mehrere Tage untertauchte und sich nicht zeigte. Elfos war ziemlich raffiniert in seiner Steunerzeit. Er ließ die Menschen zwar an sich herankommen, doch so bald diese zu Nahe waren, nahm er wieder Reißaus. Die Helfer mussten wieder eine neue Sichtung abwarten. Sobald eine neue Sichtung bekannt wurde, machten sich viele ehrenamtliche Helfer auf den Weg, um dort Flyer zu verteilen und anliegende Bewohner zu informieren, was zu tun sei, wenn man Elfos sieht.
Die eingerichteten Futter- und Schlafstellen an den Sichtungsorten nahm Elfos nicht an, wahrscheinlich ernährte er sich von Müll, erlegte Mäuse oder Kaninchen, was dafür spricht, dass es gewohnt war, auf der Straße zu leben.

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Elfos auf Trebe.

So hatte Elfos einen Radius, der sich von Moers-Schwafheim bis Duisburg-Rheinhausen bewegte, in Moers-Scherpenberg und Duisburg-Homberg wurde er gesichtet, ebenfalls in Duisburg-Baerl, Rheinberg, Xanten, Alpen, Neukirchen-Vluyn, Krefeld-Hüls, Tönisberg-Neufeld, zuletzt Rheinberg-Borth und Rheinberg-Wallach, Rheinberg-Niederwallach. Er überquerte kurz vor Weihnachten sogar den Rhein und wurde in Duisburg-Walsum gesichtet, entschied sich aber nach ein paar Tagen, wieder auf die linke Rheinseite zu wechseln, was seine Überlebenschance natürlich erheblich erhöhte. Er legte in einem halben Jahr mehrere hunderte vielleicht sogar tausende Kilometer zurück und wenn es für ihn unangenehm wurde, wanderte er einfach weiter.
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Es gab über Monate etliche hunderte von Sichtungen zu allen Tageszeiten und Elfos war immer unterwegs. Die allererste Sichtung von Elfos war in einem Park. Dort spielte er mit den Hunden im Park.  Als dann bemerkt wurde, dass er ohne Mensch unterwegs ist, machte er sich sofort aus dem Staub. Ein weiteres Erscheinen von Elfos war als ein paar Mädchen spazieren gingen und sich unterhielten und Elfos sich zu ihnen gesellte und ein Stück mitging. Doch als er auffiel und angesprochen wurde, lief er sofort weiter und ließ sich natürlich nicht anfassen bzw. streicheln.  So wurde er zum Beispiel am 10. Dezember 2016 in Tönisberg/Neufeld gesichtet und am 11. Dezember 2016 in Duisburg-Rheinhausen, die kürzeste Entfernung zwischen den beiden Orten beträgt 17 km. Bei seinem Sichtungs- und Laufprofil fällt auf, dass er sich Tage vor seinem Einfangen überwiegend und gerne in den Vororten von Rheinberg, wie Millingen,  Wallach und Niederwallach aufhielt und wurde dort auch nahezu täglich gesichtet. Diese Vororte liegen alle sehr ländlich mit Weiden, viel Grün und ruhigen Plätzen, um sich perfekt zu verstecken. Ebenso gibt es dort nicht so viel Verkehr, wie beispielsweise in Moers oder Duisburg.

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Elfos in der Pflegestelle.

Man dachte über den Einsatz einer Distanznarkose nach. Doch letztendlich wurde eine Lebendfalle aufgestellt, an einer Stelle, wo er regelmäßig gesehen wurde. Diese Falle war mit Pansen und rohem Fleisch bestückt. Mittlerweile kannten die Helfer auch seinen sicheren Schlafplatz, wo er geschützt war und zur Ruhe kommen konnte. Am 17. Januar 2017 war es dann endlich soweit, Elfos konnte  in der Lebendfalle gesichert werden. Bis auf die Tatsache, dass er stank und übersäht war mit Zecken, sah er hevorragend aus, es ging ihm sehr gut. Elfos wurde in eine geschlossene Pferdebox tranportiert um ihm ein Sicherheitsgeschirr anzulegen. Das funktionierte auch super. Zur Zeit befindet sich Elfos in einer Pflegestelle vom Tierschutzverein Europa. Er nimmt dort aktiv am Familienleben teil, schmust gern, geht gerne spazieren und tobt mit den anderen Hunden der Pflegestelle.

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Elfos gesichert an Geschirr und Schleppleine.

Täglich entlaufen Hunde aus Pflegestellen oder von ihren Besitzern, die entweder sehr ängstlich sind oder gerade erst hier nach Deutschland eingereist sind. Meistens sind es Hunde von der Straße, die hier mit dem Leben im Haus oder in der Wohnung nicht klar kommen, da sie vorher nur auf der Straße bzw. im Freien gelebt haben. Sie sind es nicht gewohnt, in geschlossenen Räumen zu leben oder durch Türen durch zu laufen. Außerdem können sie keine (verbalen) Signale von Menschen verstehen, da sie, wenn sie überhaupt welche kennen, nur spanische, im Fall von Elfos, verstehen. Doch bei Straßenhunden wie Elfos ist davon auszugehen, dass er auch kaum spanische Wörter kannte. Deutsche Wörter dann natürlich erst recht nicht.  Hunde, die auf der Straße gelebt haben, reagieren sehr sensibel auf die körpersprachlichen Signale, die von Menschen ausgesendet werden.  Die Hunde können diese 1. nicht richtig deuten  oder 2. es versetzt sie in Panik. Einigen Hunden bleibt aus ihrer Sicht somit nur die Flucht übrig, da sie niemals zuvor mit Menschen zusammengelebt oder aber schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben. Da das noch zu häufig passiert, ist hier Aufklärung über die  Aufnahme eines Hundes aus dem Tierschutz nach der langen Einreise eine wichtige Aufgabe. Vorzuschlagen ist hier eine Fortbildung: Eingewöhnung von Hunden aus dem Auslandstierschutz.
Erste sinnvolle Maßnahmen, wenn ein ängstlicher Hund einzieht:
Die Hunde sind noch gestresst von der langen Fahrt und benötigen sehr lange, um zur Ruhe zu kommen und um das Erlebte zu verarbeiten. Erwarten Sie nicht zu viel von Ihrem Hund. Lassen Sie ihn erst einmal seinen Jetlag ausschlafen und von selber aktiv werden. Es ist unumgänglich, den Hunden ein Sichertheitsgeschirr anzulegen wenn man mit ihnen rausgeht. Innerhalb der Wohnung/im Haus sollte man keine Tür offen stehen lassen, durch die ein Hund entwischen könnte. Hundeschulbesuche oder andere Aktivitäten sollten sie erst einmal nicht in Erwägung ziehen, damit der Hund  erst einmal bei Ihnen ankommen kann.

Wo sich der süße Fratz Elfos gerade aufhält, kann man hier nachlesen.
http://www.tierschutzverein-europa.de/anzeige.php?lang=&id=7698

Bettina Küster
Hundepsychologin nTR
Trainerin für Diabetikerwarnhunde
47506 Neukirchen-Vluyn
http://www.gute-laune-dogs.de

Ich würde mich über einen Besuch auf meiner Facebookseite freuen.
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