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Hundefreundliche Grüße

Bettina

 

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Living in a box – Tante Go..le hat nicht immer die richtige Antwort

Im Zeitalter von allen möglichen Suchmaschinen verlassen sich immer mehr Hundehalter darauf, was das Internet sagt. Doch das ist nicht immer besonders schlau, besonders dann, wenn ich etwas über die Erziehung eines Hundes herausfinden will. Anscheinend ist im Internet nichts so vielfältig und unterschiedlich wie Erziehungstipps über Hunde. Neulich bei einem Gespräch mit einer Hundehaltern fiel mir eben wieder auf, wie schnell Hundehalter Hundeerziehungstipps googlen und gleich die erstbesten angezeigten Tipps umsetzen.

Die Frau erzählte mir folgendes: Ihr Züchter riet der Halterin, damit ihr Hund zur Ruhe kommt, ihn über den Tag in eine Box zu sperren. Gleich darauf suchte sie in der Suchmaschine nach Tipps. Ich hörte entsetzt weiter zu und die Halterin erzählte dann, wie sie dieses „aufgebaut“ hat, wenn man dazu aufbauen sagen kann. Sie hat diesen jungen Hund in eine Gitterbox gesperrt, der Hund hat elendig geschrien und als er ruhig war, wahrscheinlich vor Erschöpfung, bekam er ein Leckerchen, so erzählte sie es mir. Der Hundehalterin machte es offensichtlich auch nichts aus, dass ihr Hund vor Angst schrie, denn die bekannte Suchmaschine hatte ja diesen Tipp als Boxentraining ausgespuckt.

Hunde lernen in erster Linie durch Assoziationen, d. h. dass kognitive Elemente, Emotionen oder Sinneseindrücke unter bestimmten Bedingungen miteinander verknüpft werden. Alles was sie im Moment des Lernens fühlen, wird auch wieder wie im oben beschriebenen Fall beim nächsten Boxen-Aufenthalt oder Training abgerufen. Der Hund, der vor Angst schrie, wird keine guten Emotionen bei diesem „Training“ gefühlt haben, ebenso wurden die Sinneseindrücke des Hundes erheblich beschadet. Er hat nichts positives im Hinblick auf die Box gelernt.

Ich selbst habe für meinen Hund eine Hundebox im Auto, damit der Hund sicher mitfährt. Diese Box habe ich positiv aufgebaut als Emma noch ein Welpe war. Die Box stand im Wohnzimmer war offen und ich legte ihre Decke dort hinein oder warf Leckerlies in die Box, immer wenn sie sich hineinlegte oder gar mit den Vorderfüßen die Box betrat, gab es ebenfalls eine Belohnung. Dieses Boxentraining war drauf ausgerichtet, dass mein Hund sich im Auto in der Box wohl fühlt und keine Angst vor dieser haben muss, außerdem ist diese Autobox zur Sicherheit beim Autofahren gedacht. Die Box wird NIE geschlossen.

Emma in der Box
Eine Box für das Auto. Der Hund wird in der Wohnung langsam daran gewöhnt, bevor diese im Auto zum Einsatz kommt.

Heute ist es wohl aber leider üblich, Hunde für jede kleinste Kleinigkeit in eine Box zu sperren. Der Hund soll in der Box geparkt werden,
damit der Halter in Ruhe duschen kann,
damit der Hund zur Ruhe kommen kann,
damit sich Besucher vor unserem Hund geschützt fühlen,
damit ein überdrehter Hund zur Ruhe kommen kann,
damit der Hund während der Abwesenheit des Menschen in der Wohnung nichts kaputt machen kann,
damit der Hund stubenrein wird,
usw..
Ganz ehrlich, warum schaffen sich diese Menschen nicht Meerschweinchen, Hasen oder Hamster an? Seit wann werden Hunde in Käfigen oder Boxen gehalten? Ganz abgesehen davon, sind unsere Haushunde sowieso schon in ihrer Freiheit durch Leinenzwang eingeschränkt. Jetzt werden Hunde immer häufiger in Käfigen gehalten, damit sich der Halter sicher fühlt und keine Umstände hat.

Wer sich entscheidet, einen Hund/Welpen aufzunehmen, sollte sich vorher darüber im Klaren sein, dass das auch mit Arbeit verbunden ist. Welpen sind nicht sofort stubenrein, auch erwachsene Hunde aus dem Tierschutz nicht unbedingt. Sie deshalb in einen Käfig zu sperren, damit sie stubenrein werden, ist auf jeden Fall der falsche Weg. Auch der Trugschluß, den Hund im Käfig zu lassen, wenn ich das Haus für mehrere Stunden verlasse, um sicher zu sein, dass mein Hund das Mobiliar nicht zerstört, ist tierschutzwidrig. Obwohl ich gegen Zwingerhaltung bin, gibt es selbst dort ein Mindesmaß für die Größe eines Zwinger, und zwar sagt die

Tierschutz-Hundeverordnung, § 6 Anforderungen an die Zwingerhaltung über die Größe folgendes aus:

Widerristhöhe cm Bodenfläche mindestens qm
bis 50 6
über 50 bis 65 8
über 65 10,

Schaut euch mal eine Gitterbox an, welche Größe die hat. Eine XXXL-Hundebox hat die Maße: 122 x 81 x 76 cm (B x H x T) Auch vor dem Hintergrund, dass sich der Hund in der geschlossenen Box erschrickt oder eine Panikattacke erleidet und nicht fliehen oder sich verstecken kann, ist unbedingt davon abzuraten, einen Hund für längere Zeit in einer geschlossenen Box zu halten. Die meisten Boxen sind viel zu klein gewählt für die Hunde. Hunde strecken gerne alle Viere von sich, um ihre Muskeln zu entspannen, eine zu kleine Box lässt das nicht zu. Hunde, die nicht richtig entspannen können, werden gestresst und können Verhaltensauffälligkeiten zeigen.

Bevor ihr euren Hund in eine Box sperrt, überlegt doch bitte welche Alternativen es gibt.
Wenn ich dusche möchte, gebe ich ihm einen Kong, damit er beschäftigt ist. Wenn ich das Haus verlasse und Angst habe, dass er mein Mobiliar zerstört, lasse ich meinen Hund erst einmal in der Küche oder im Flur. Wenn Besucher kommen, kann ich meinen Hund vorerst in ein anderes Zimmer bringen, sobald die Besucher sitzen, kann ich den Hund dazu holen. Es gibt immer Alternativen, um einen Hund nicht in eine Box zu sperren. Versucht es doch einfach mal aus, der Hund wird es euch danken!

Bettina Küster
http://www.gute-laune-dogs.de

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In der Tierbegleitenden Therapie in der Parkklinik Heiligenfeld in Bad Kissingen werden Hunde verstanden

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Anfang Oktober 2018 habe ich mir einen umfassenden Eindruck über die innovative Tierbegleitete Therapie (TBT), die seit 2015 in der Parkklinik in Bad Kissingen existiert, gemacht.  Am 3. September 2018 wurde ein neues TBT-Zentrum in der Parkklinik Heiligenfeld mit 60 Betten eröffnet. Die Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit, Frau Prieb, bat mich einen Artikel über das TBT-Zentrum und die TBT, welche in der stationären psychosomatischen Behandlung an der Klinik in Bad Kissingen angewendet wird, zu schreiben. Patienten und Patientinnen mit folgenden Diagnosen wie Depressionen, Angsterkrankungen, Posttraumatische Belastungsstörungen, etc. können hier behandelt werden.
Dem Angebot bin ich gerne nachgekommen, da im TBT-Zentrum Mensch und Hund gleichermaßen im Mittelpunkt stehen und den Patienten und Patientinnen ein achtsamer, gewaltfreier und empathischer Umgang mit dem Hund beigebracht wird.

Die Heiligenfeld Klinikgruppe erlaubt in den meisten Kliniken die Mitnahme von Hunden, im TBT-Zentrum der Parkklinik in Bad Kissingen wird der Hund sogar in die Therapie einbezogen.  Auch andere (Klein)tiere wie Kaninchen, Meerschweinchen und Katzen, selbst ein Pferd wurde schon in die TBT mit einbezogen. Bianca Reiß, Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen, Klinikmanagerin und angehende Tierheilpraktikerin ist die Initiatorin der TBT.  Seit 18 Jahren arbeitet sie für die Parkklinik Heiligenfeld. Sie hat selber vier Hunde und ist u. a. auch für das Aufnahmemanagement für die Patienten mit Hund zuständig. Sie ist die Erste, die die Patienten mit Hund sieht. Auf die Frage hin, wie sie auf die Idee kam, Tierbegleitete Therapie in der Klinik anzubieten, erklärte sie folgendes: „Ein Hund, der vor mehreren Jahren „nur“ als Begleitung dabei war und permanentes aggressives Verhalten gegen die Besitzerin zeigte, war Auslöser eine TBT anzubieten.“ Von da an wurde in einem multiprofessionellen Team ein in Deutschland einmaliges Konzept entwickelt, in dem der Mensch auch lernt, eine tiefe Verbindung zu seinem Hund/Tier zu entwickeln.
Die leitende Psychologin Verena Holub des TBT-Zentrums hat die sogenannte Zweitsicht auf die Patienten und ihre Hunde. In der berufsgruppenübergreifenden Teambesprechung wird immer über die Beziehung des Patienten zu seinem Hund und den Umgang mit Hund gesprochen und entsprechend gehandelt. Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden bezogen auf das Verhalten und die Kommunikation mit und von Hunden geschult.
Die Parkklinik Heiligenfeld in Bad Kissingen setzt auf die Gruppentherapie, weil der Patient im Gruppensetting Beziehungs- und Konfliktmuster aufspannt, die er auch in der Familie, Freundeskreis und Beruf zeigt, so die leitende Psychologin.
Ein Gruppenangebot ist das Systemische Aufstellen mit Hund, welches einmal pro Woche von der Psychologin Silvia Kirsch, die Tierheilpraktikerin und -kommunikatorin ist, durchgeführt. Familienaufstellung lt. Wikipedia: Familienaufstellung bezeichnet ein Verfahren, bei dem Personen stellvertretend für Mitglieder des Familiensystems eines Klienten konstellativ angeordnet (gestellt) werden, um aus einer dazu in Beziehung gesetzten Wahrnehmungsposition gewisse Muster innerhalb jenes Systems erkennen zu können
In dieser Systemischen Aufstellung ist der Hund dabei, wird aber repräsentativ von einem Menschen aufgestellt. In der Aufstellung klärt sich die Frage: „Welche Rolle spielt der Hund was muss ich als Halter verändern, damit es mir und meinem Hund gut geht? Oft können durch die Systemische Aufstellung nach Virgina Satir Konflikte und Probleme (auf)gelöst werden,“ so die Psychologin.

Generell steht bei allen Therapieangeboten die Frage im Raum: „Warum sich der Hund wie verhält und was hat das Verhalten des Hundes mit mir zu tun?“ In der Mensch-Tier-Beziehung in der Psychotherapie geht es hauptsächlich darum, die verfügbaren und verbundenen Ressourcen, die aus der TBT-Therapie entstehen, zu nutzen und dass sich die Patienten dieser „Seelenverbindung“ zum Hund bewusst(er) werden. Wenn es dem Hund nicht gut geht, kann der Hund u.a. mit Stresssignalen wie Hecheln, Speicheln und Unruhe reagieren, dieses können eindeutige Zeichen, dass der Hund auf ein Verhalten oder eine Stimmungslage seines Halters reagiert. Hier erarbeiten die Therapeuten zusammen mit dem Patienten eine Lösung.

Weitere Gruppenangebote in der Tierbegleitenden Therapie, die einmal pro Woche angeboten werden sind:

Achtsamkeitstraining mit dem Tier
Kreatives Naturangebot (angeleitete Waldspaziergänge, Nasenarbeit usw.)
Kommunikation Mensch und Hund (Theorie)
freies Spielen
sonstige Übungen

Die Parkklink Heiligenfeld in Bad Kissingen verfügt über eine bemerkenswerte Ausstattung für Hunde:

Hundehütte (Indoor-Raum)
eingezäuntes Freilaufgelände
Hundeküche mit drei großen Gefriertruhen
Hundedusche
Fernsehraum, in dem Hunde erlaubt sind und auch auf die Couch dürfen
Vor der Klinik befindet sich der Luitpold-Park zum Spazieren gehen.

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Aus einem Erfahrungsbericht einer Patientin auf die Frage, ob sie Veränderungen und Entwicklungen bezogen auf den Hund festgestellt hat: „Er ist deutlich entspannter geworden. Jetzt könnte ich sagen, das liege daran, dass er älter wird, aber mit seinen acht Monaten ist er noch lange nicht alt. Ich gehe achtsamer mit ihm spazieren und dementsprechend läuft er auch achtsamer in Bezug auf mich, was vorher nicht der Fall war.“

Neben einer Vielzahl an positiven Rückmeldungen durch die Patienten und Patientinnen bestätigte insbesondere das Universitätsklinikum Regensburg im Rahmen einer wissenschaftlichen Evaluation die therapeutische Wirksamkeit. Prof. Dr. Thilo Hinterberger Physiker und Neurowissenschaftler liefert bereits wissenschaftliche Ergebnisse zum positiven Einfluss der Tierbegleitenden Therapie auf den Behandlungsverlauf.  Er leitet den Forschungsbereich Angewandte Bewusstseinswissenschaften in der Psychosomatischen Medizin am Universitätsklinikum Regensburg. Neben einer stärkeren Verbesserung klinischer Maßzahlen durch Tierbegleitete Therapie verglichen mit der Behandlung ohne Anwesenheit des Tieres berichteten ca. 80 % der Befragten von einer Verbesserung der Beziehung zu ihrem Hund. Ebenfalls ca. 80 % profitierten im persönlichen und sozialen Bereich von der Anwesenheit des Hundes. Nach Aussage von Prof. Thilo Hinterberger wird vor allem die Behandlung von Angst- und Zwangserkrankungen durch die Tierbegleitete Therapie wirksam unterstützt.

Mein Fazit: Die Zimmer sind hundegerecht mit Teppich ausgestattet. Der Essensplan für die Patienten, den ich für zwei Tage testen konnte, beinhaltet sowohl vegane, vegetarische und Bio-Kost war sehr gut und abwechslungsreich. Auch diverse Unverträglichkeiten wie Lactoseintoleranz und Glutenunverträglichkeit werden bei der Speisenplanung berücksichtigt. Alles in Allem gefällt mir das Konzept sehr gut und Patienten mit Hund, die im TBT-Zentrum einen Aufenthalt planen, sind hier bei dem engagierten Team sehr gut aufgehoben, um sich ihren Problemen zu stellen. Was mir besonders gut gefällt, dass der Patient einen achtsamen und empathischen Umgang mit seinem Hund lernt, um seinen Hund besser zu verstehen und harmonisch mit ihm zusammenleben kann.

Bettina Küster

www.gute-laune-dogs.de

Zum Weiterlesen: In diesen Reha-Kliniken ist die Mitnahme von Hunden erlaubt.

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Wandern in Wales mit Hund – Ruhe und Frieden in Laugharne

Auf den Spuren von Dylan Thomas dem walisischen Schriftsteller

Laugharne ist eine Stadt an der Südküste von Carmarthenshire, Wales, an der Mündung des Flusses Tâf gelegen. Laugharne Castle (walisisch: Castell Talacharn) ist eine Burgruine in Carmarthenshire in Wales, an der man nicht vorbei kommt, um zu Dylan Thomas Boathouse zu kommen.

Das Erste, was mir bei der Ankunft in Laugharne auffällt, ist die sehr friedliche und ruhige Atmosphäre, die der Ort auszustrahlen scheint. Die Menschen, die hier zu Dylan Thomas Boathouse oder zum Castle laufen,  scheinen alle entschleunigt zu sein. Überall sieht man Hunde (an der Leine), auch diese machen einen entpannten Eindruck.

Wir laufen den Weg zum Boathouse, eine steinige Gasse mit Blick auf das Bay führt uns zuerst zu Dylan Thomas´Schreibzimmer. Diese Lage und der Ausblick sind einfach unglaublich, fast unbeschreiblich aber auf jeden Fall inspirierend und schön.

The Boathouse ist ein Haus in Laugharne, Wales, in dem der Dichter Dylan Thomas mit seiner Familie zwischen 1949 und 1953 lebte, die letzten vier Jahre seines Lebens. In diesem Haus schrieb er viele wichtige Stücke.

Das Boathouse ist nunmehr ein Museum und kann besichtigt werden. Im Eingangsbereich gibt es einen Minishop und Gifts von Dylan Thomas. Auf der großen Terasse des Hauses kann man Tee und Gebäck kaufen.

Das Cafe Pussycat and Owl gegenüber der Burg ist sehr zu empfehlen, da es dort walisisches Gebäck und Tee und Cafe gibt. Hunde sind überall erlaubt und gerne gesehen.

Wandern in Wales mit Hund – auf den Spuren der Kelten

Wandern in Wales mit Hund – auf den Spuren der Kelten

Carreg Cennen Castle in Trapp aus dem 12. Jahrhundert

Das Carreg Cennen Castle in Trapp im südwestlichen Wales im Brecon Beacons Nationalpark befindet sich in der Nähe von LLandeilo und Ammanford, am Rande der Black Mountains.

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Ein Besuch dorthin lohnt sich. Alleine schon die Fahrt nach Trapp auf den Parkplatz des Castles und den anmutenden Blick auf die hoch auf dem Hügel gelegenen Burgruine, lässt tolles erahnen. Der Eintritt beträgt pro Person 5,50 Britische Pfund, die sich auf jeden Fall lohnen.

 

 

 

Unten am Castle befindet sich ein Touristenshop und ein tolles Lokal mit Blick rund um die Burgruine, die Wiesen und Weiden. Der Anstieg zum Carreg Cennen Castle ist sehr steil. Es empfiehlt sich entsprechendes Schuhwerk und eine gewisse Trittfestigkeit.

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Hunde sind auf dem Castle natürlich erlaubt und sollten unbedingt an der Leine geführt werden, da überall Schafe auf dem Burggelände herumlaufen.

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Die Ruine hat unterirdische Gänge, die über viele steile Treppen zu erreichen sind. Ein mystischer schmaler Tunnel führt zu einer Höhle. Dort unten ist es stockdunkel und der Kalksteinboden ist sehr feucht. Der Tunnel sollte verhindern, dass Feinde durch die Höhle in die Burg eindrangen oder die Mauern an dieser Schwachstelle unterminierten.
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Vor dem Aufstieg zum Castle gibt es einen ausgewiesenen Rundwanderweg. Der Abschluss dieser Wanderung führt über eine Rinderweide zurück zum Eingang.

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Wanderweg rund um Carreg Cennen Castle
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Einstieg zum Wanderweg kurz vor dem Aufstieg zum Carreg Cennen Castle
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Über diese Weide kommt man zum Touristenshop zurück.

 

 

Hunde kommunizieren nicht nur über optische, akustische und chemische Signale, sondern auch über taktile Signale.

Kommunikation im Hundereich
Hunde kommunizieren  mit Artgenossen nicht nur über ihr Ausdrucksverhalten sondern zusätzlich über Laute, chemische (Gerüche) und taktile Signale. Hier kommt es zu einer Übertragung von Informationen vom Sender zum Empfänger, dabei müssen Sender und Empfänger in der Lage sein, die Signale eindeutig zu kodieren bzw. zu entschlüsseln. Kommunikation ist meist auch verknüpft mit Interaktion. Sie ist eine Verhaltensweise, bei der Absichten und Stimmungen mitgeteilt werden. Es gibt zahlreiche Varianten der Informationsübertragung im Tierreich. Oftmals werden optische, chemische und akustische Signale kombiniert, sowie auch taktile Signale:

  1. optische Signale (Ausdrucksbewegungen, Farbe, Form)
    So dient das Zähnefletschen des Wolfes als Drohung gegenüber seinem Mitstreiter.
  2. akustische Signale (Lautäußerungen)
    Hierzu zählt z. B. Bellen (Frustbellen) wenn der Hund nicht zu einem anderen Hund gelangen kann, weil er an der Leine ist.
  3. chemische Signale (Duftmarken, Pheromone, Drüsensekrete)
    Die Duftmarken der Hunde, Läufigkeit einer Hündin.
  4. taktile Signale (Hunde berühren sich bei Begegnungen, Begrüßungen, Spiel oder Schlaf, Hunde berühren Menschen um etwas auszudrücken)

    Lukas und Emma Ohr
    Hier z. B. ein taktiles Signal über Kopf und Ohr.

Bettina Küster

Hundepsychologin nTR

http://www.gute-laune-dogs.de

Alles völlig NORMAL…

Ich freue mich, einen Gastbeitrag von Steffi Winter vom Ihr-Pfotenteam zu veröffentlichen. Steffi spricht mir mit diesem Artikel aus der Seele. Sie ist seit 10 Jahren Vollzeit-Hundetrainerin und lebt mit ihrer großen Hundegruppe (und ihrem Mann) zusammen. Ihre Hunde sind meistens in der Hundeschule als Trainingspartner dabei.

Geht uns die NORMALität im Alltag verloren??

Auch in diesem Jahr war ich bereits mehrere Male mit einer Gruppe Mensch-Hund-Teams zum Trainingsurlaub unterwegs. Als Hundetrainerin leite ich diese Trainingscamps seit inzwischen mehr als 10 Jahren, fast genauso lange in Nordholland. Natürlich genieße auch ich dann meine Freizeit bei Meeresrauschen, Möwengeschrei und Spaziergängen am Strand. Gerade beim letzten Trainingscamp habe ich mich oft gefragt… WARUM?? Warum fällt es meinen Gruppen hier oft so viel leichter Begegnungen und Alltagssituationen zu managen? Liegt es wirklich nur an der Mentalität eines anderen Landes?
Und genau diese Gedanken haben mich zu diesem Artikel inspiriert…
Ja, ich glaube, nein ich bin überzeugt, dass wir uns von der freundlichen und gelassenen Mentalität der Nordholländer eine große Scheibe abschneiden können!
Ich glaube aber auch, dass (zumindest die niederländischen!!) Hundehalter hier vieles „einfach tun“, mit Bauchgefühl entscheiden und sich nicht wegen jedem Bellen, ängstlich sein oder der Unverträglichkeit eines Hundes einen Kopf machen bzw. eine solche Situation überbewerten. Das ist dort völlig NORMAL!
Ja, ein Hund bellt. Ja, ein Hund hat auch Angst. Alles völlig NORMAL dort!
Gerade in den letzten 1-2 Jahren beobachte ich, dass sich Hundehalter ständig unter Druck setzen. Entweder machen sie sich viel zu viele Gedanken was andere über sie denken oder sie lassen sich durch die unendlich vielen (und oft sehr gruseligen!!!) Tipps von Medien verunsichern.
WO IST DAS BAUCHGEFÜHL DER HUNDEHALTER GEBLIEBEN??
WARUM KANN KEINER MEHR „NORMAL“??
Deshalb hier ein paar Tipps um sich und seinem Hund das Leben zu NORMALisieren…
Lasst Euch von niemandem einreden, dass der Hund etwas „muss“! Bleibt entspannt, fair und gewaltfrei im Umgang mit euren Hunden! Gewaltfreier Umgang und Spaß bedeutet auch mehr Harmonie, mehr Vertrauen zwischen Mensch und Hund. Fragt Euch bei jedem Tipp: Wenn ich dieser Hund wäre, würde ich wollen, dass man so mit mir umgeht!? Bereits bei einem zögerliches Nachdenken sollte klar sein, dass dieser Tipp nicht gut ist.
Sprecht Eure Hunde immer rechtzeitig an und sagt ihnen in völlig NORMALer und freundlicher Tonlage welches Verhalten gewünscht ist.
Agieren statt Reagieren! Den Hund zuerst etwas falsch machen lassen um ihn dann zu maßregeln ist höchst unfair!
Lasst Euren Hunden Zeit! Habt Geduld bis sie den Alltag gelassen meistern können.
Konzentriert Euch auf Eure Hunde und seid gemeinsam mit ihnen unterwegs. Erlebt und genießt Dinge gemeinsam- das schweißt zusammen!
Wahrt die Persönlichkeit Eurer Hunde! Nicht jeder Hund möchte überall mit hin, ständigen Hundekontakt oder permanent von Menschen angefasst werden.
Erwünschtes Verhalten wird belohnt und unerwünschtes Verhalten, soweit es geht, ignoriert. Ein ständiges „erklären“ warum etwas erlaubt oder verboten ist, ist für Hunde genauso anstrengend wie viel zu wenig Ansprache.
Fragt Euch doch mal selbst was ihr von Euren Hunden erwartet! Und dann… Achtet selbst auf Eurer Verhalten! Sind Ansprache, Stimme, Futterbelohnung wirklich genau so, dass der Hund verstehen kann was ihr von ihm wollt???
„AM MEISTEN MACHEN WIR FALSCH WENN WIR ALLES RICHTIG MACHEN WOLLEN“ – Jede Begegnung wird heutzutage „geclickert“, „gemarkert“ oder mit Kommandos belegt. Die Varianten bei einer (Hunde)Begegnung reichen von Schockstarre, über panischem Loben bis völlig gleichgültiger Ignoranz ob der andere überhaupt Kontakt möchte. Wie wäre es mal wieder mit etwas mehr NORMALität? Ein, fast beiläufiges, Lob mit netter und ruhiger Stimme kann manchmal mehr Wunder bewirken! Umso wichtiger ihr Begegnungen und Alltagssituationen nehmt, umso wichtiger und dramaturgischer werden sie für eure Hunde.
Unsere Hunde sollten geliebte Familienmitglieder sein! Oft dreht sich allerdings nur noch alles um den Hund, die benötigten Ruhephasen kommen viel zu kurz oder jegliche Lebenssituation wird für den Hund kommentiert (Das heißt, der Hund wird völlig zugetextet und hat ständig das Gefühl er müsse präsent sein. Wenn es dann aber darauf ankommt hören die Hunde einfach nicht mehr zu, denn es wird ja ständig „geredet“). Was bleibt sind oft Hundehalter die sich darüber beschweren, dass der eigene Hund ja immer hinterherläuft und keine Ruhe findet. Woraufhin wieder Kommandos gegeben werden um den Hund zur Ruhe zu bringen… Ihr bemerkt den Kreislauf?
SITZ, PLATZ und BLEIB ist wichtig, aber nicht das Wichtigste! Alltagsregeln, freundliches und höfliches Verhalten, die von anderen gewünschte Individualdistanz einhalten…
AUFFALLEN MIT HUND, ABER ANGENEHM! Das sollte zum Alltagstraining von Hund UND Mensch gehören.
Und vergesst nicht…
„Das absolut schönste Gefühl ist, wenn jemand glücklich ist, weil er dich hat!“
Ich bin glücklich meine Familie und meine Hunde zu haben und sie sind glücklich mich zu haben!
Darf das nicht auch mal ausreichen?? Darf euer Hund nicht einfach mal nur glücklich MIT euch sein?
Viel Spaß beim nächsten, VÖLLIG NORMALen Spaziergang mit Euren Hunden!
©Steffi Winter/ www.ihr-pfotenteam.de
Weitergabe/Verbreitung gerne unter Angabe der Quelle

Hier ist der Link zum Originaltext.

Hundetraining in der Facebook-Kommentarfunktion?

Ich freue mich einen Gastbeitrag von Bettina Specht zu veröffentlichen. Der Beitrag handelt vom Hundetraining in der Facebook-Kommentarfunktion. Bettina Specht leitet mit ihrem Lebensgefährten zusammen eine Hundepension und -schule in Tirol.  Sie ist u.a. spezialisiert auf ängstliche Hunde und hat auch schon ein Buch geschrieben; „Angsthunde“ erschienen im animal learn Verlag. Sie ist einge gefragte Referentin zu vielen Hundethemen. Eins ihrer Projekte sind die „Pfundigen Hunde“.

Diesmal muss ich mich nicht aufregen, sondern ich bekomme langsam richtig Angst. Vor ca. 2 Wochen habe ich einen tollen Blogartikel von Ines Neuhof „Hundehaltung in den sozialen Netzwerken“ gelesen. Ich habe mich köstlich amüsiert.

https://inesneuhof.wordpress.com/2016/01/23/9/

Der Artikel geisterte aber weiter in meinem Kopf. Mit durchaus anderer Wahrnehmung las ich nun die Postings in den sozialen Medien. Was findet man da so typischerweise: „Hi, ich bin Jennifer und habe einen XY-Hund mit XY-Problem. Der Post wird jetzt länger, aber ich brauche dringend ein paar Tipps!..“ Der Name Jennifer steht als Platzhalter – es ist keine bestimmte Person gemeint. Ganz oft geht es um schwerwiegende Probleme wie z.B. Angst, Leinenaggression oder auch Erkrankungen. Vielleicht gibt es zum Post ein Bild vom Hund in Kuschelposition mit dem dazugehörigen Menschen. Videos sind eher selten.

Das, was wir dort lesen, ist in der Regel nicht nur die Beschreibung von Verhalten. Also so etwas wie Ohren liegen an, der Schwanz ist eingeklemmt und die Augen sind weit aufgerissen. Nein, in den Beschreibungen wird die persönliche Interpretation gleich mitgeliefert z.B. wenn wir seinen Erzfeind treffen, hängt es ihn komplett aus. Das ist keine Verhaltensbeschreibung. Das ist komplett subjektiv gefärbt.

Ein paar Minuten später geht es ab in der Kommentarfunktion – es werden Einschätzungen, Ratschläge und Trainingsanweisungen gegeben – und nicht wenige. Bewundernswert ist tatsächlich die Fähigkeit zur Schnelldiagnose ohne detaillierte Informationen. Ich kann das nicht. Ich bin da offensichtlich altmodisch unterwegs. Ich brauche für eine Einschätzung viel mehr Informationen und ich möchte ein Problemverhalten gerne sehen. Total 2000 – ich weiß.

Nach der Ersteinschätzung mit Hilfe eines längeren Gesprächs glaube ich tatsächlich noch an einen solchen beispielhaften Ablauf:

 

  •  Schulung des Menschen
  • Veränderung des Umfeldes des Hundes (Ernährung, Beschäftigung etc.)
  • Training eines Alternativverhaltens in problematischen Situationen

 

Diese Art des Trainings braucht Zeit und persönliche Präsenz. Das geht nicht nur mit Tipps und das geht nicht in der Kommentarfunktion von Facebook. Nun glaubt man vielleicht, dass nur Laien in der Kommentarfunktion trainieren. Weit gefehlt, dort findet man viele namenhafte TrainerInnen. Vorzugsweise sind es bekennende TrainerInnen der Wattebauschfraktion. Zu dieser Fraktion zähle ich mich explizit auch. Wir verkaufen unser Wissen gerne gegen die Währung „gefällt mir“ und „love“. Blöderweise haben wir unser Wissen teuer mit Geld bezahlt, man denke nur an Ausbildungs- und Weiterbildungskosten. Ein Austausch dieses Wissens zur Weltverbesserung ist ethisch lobenswert, wirtschaftlich gesehen aber unvorteilhaft. Ich persönlich kann von „gefällt mir“ und „love“ nicht leben. Ich muss Geld für meine Arbeit nehmen. Aber gut, das soll jeder halten wie er mag.

Ich darf mich dann aber auch nicht darüber aufregen, dass die TV-Trainer suggerieren, dass man ein Verhaltensproblem in 45 Minuten Sendezeit lösen kann. Wir lösen es in weniger als 45 Minuten – wir lösen Probleme in der Kommentarfunktion.

Genauso wenig darf es mich unter diesen Umständen berühren, wenn meine Kurse nicht mehr besucht werden. Es steht ja alles in den sozialen Medien. Tatsächlich sind die Wettbewerber meiner Hundeschule schon lange nicht mehr die Hundeschulen nebenan, mein größter Wettbewerber sind die sozialen Medien. In vielen Gesprächen höre ich: „Nein, wir waren nicht in der Hundeschule. Wir haben viel im Internet gelesen und uns das Passende heraus gesucht!“ Das Passende?

Auffälligerweise trainieren die TrainerInnen, die wir alle nicht mögen, nicht in der Kommentarfunktion von Facebook. Sie geben ab und an eine Kostprobe ihres „Könnens“, aber nicht mehr.

Und jetzt führen wir uns mal folgendes vor Augen, wie sind denn die Quoten bei der Vermittlung und Speicherung von Wissen? Forscher haben herausgefunden, dass die Quote von dem, was wir an Lernstoff im Kopf behalten, gestaffelt ist:

  • durch Lesen: 10 Prozent
  • durch Hören: 20 Prozent
  • durch Sehen: 30 Prozent
  • durch Hören und Sehen: 50 Prozent
  • durch eigenständiges Erklären: 70 Prozent
  • durch eigenes Tun: 90 Prozent

Bei Training in der Kommentarfunktion – Vermittlung durch Lesen -, habe ich eine Quote von 10%. Reicht mir das als engagierter Hundetrainer? Mal ganz davon abgesehen,

 

  •  dass der Lösungsansatz vielleicht gar nicht passt
  • dass ich nicht erklären und korrigieren kann
  •  dass ich medizinische Ursachen übersehen habe
  • dass der Mensch Auslöser des Verhaltens ist
  • dass ich nichts vorzeigen kann
  •  usw…

 

Dann kommt oft das Argument, wir müssen uns zum Experten machen und in den sozialen Medien präsent sein. Das ist toll, wenn der Tipp in der Kommentarfunktion gerade zufällig passt. Aber was, wenn nicht? Wenn wir bei der Schnelleinschätzung etwas übersehen? Dann wird der Tippgeber schnell der Methode XY zugeordnet und die funktioniert dann generell nicht. Ganz schnell landen alleTrainerInnen der Methode XY dann aus Kundensicht im gleichen Topf. Ist das wirklich unser Ziel? Helfen wir so den Hunden?

Hier kommt von mir ein klares „Nein“. Subjektiv kommen immer mehr Hunde mit gravierenden Verhaltensproblemen zu mir, wo vor mir schon alles Mögliche in Eigenregie probiert wurde. Dieses Phänomen beklagen ja auch einige Tierärzte. Der Hund zeigt Krankheitssymptome und der Mensch fragt erst einmal in den sozialen Medien nach. Dann wird ein bisschen selbst „herum behandelt“ und ein Arzttermin folgt erst, wenn die Krankheit sich schon sehr verschlimmert hat, möglicherweise auch durch nicht angemessene eigene Behandlungsversuche. Wir therapieren die Seele des Hundes über soziale Medien. Wollen wir das wirklich?

Ich habe schon damals in meinem Angsthundebuch bewusst auf Trainingsvorschläge verzichtet, um eine unpassende und nicht sachgemäße Nachahmung zu verhindern. Es wird also von mir auch kein Training in der Kommentarfunktion geben.

An dieser Stelle sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ich nichts gegen gute Blog-Artikel oder gegen gute Online-Kurse habe. Online Lernen ist ein Teil der Zukunft und hat unbestreitbare Vorteile. Aber in einem Online-Kurs muss gewährleistet sein, dass viel mit Videos gearbeitet wird und es Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Kunde und Trainer gibt, so dass Feedback möglich ist. Im Internet-/Handyzeitalter mit ausgezeichneten technischen Möglichkeiten ist einiges möglich. Aber auch hier: da steckt so viel Arbeit drin, dass es an Schwachsinn grenzt Online-Kurse dauerhaft kostenlos anzubieten.

Ihr findet mich in Zukunft auf jeden Fall auf dem Hundeplatz, in Onlineseminaren und auch in Blogartikeln. Training in der Kommentarfunktion gibt es von mir nicht. Dann bin ich halt echt 2000.

Diesen Blog schließe ich auch mit einem Satz aus dem Blog von Ines Neuhof:

„Erziehungsfragen im Facebook scheinen jedenfalls Lawinen von persönlichen Sichtweise auszulösen, am Ende des Threads steht auch gern mal ein warnendes „Thread geschlossen“. Nach einer Diskussion am Dienstagvormittag (auch Hundetrainer scheinen über viel Tagesfreizeit zu verfügen, und Hundetrainer sind die hier alle mit Sicherheit) sind einige der Namen grau unterlegt. Die haben die Gruppe verlassen.“

Haben wir HundetrainerInnen  tatsächlich so viel Zeit? Oder sind die sozialen Medien unser größter Zeit- und Kundendieb!

Hier ist der Link zum Originalartikel

 

Wenn unser Hund für immer geht!

Der Tod unseres geliebten Hundes verursacht ein emotionales Trauma. Zu trauern ist eine wichtige Sache, um den Verlust zu verkraften. Jeder geht anders damit um. Aber wenn jemand den Verlust seines geliebten vierbeinigen Freundes erleidet und diese Nachrichten in den sozialen Medien teilt, passiert etwas Magisches. Fürsorgliche Hundeliebhaber kommentieren und sprechen ihr Beileid aus. Ein Band der Liebe wird geteilt. Jeder, der einen Hund liebt, versteht diesen intensiven Verlust. Freunde nah und fern bieten Hilfe an, auch wenn sie nur emotionale Unterstützung bieten. Auch ich fühle mich immer dazu bewegt, den Status von jemandem zu kommentieren, der gerade seinen besten Freund verloren hat.

Dieser Verlust reißt uns Hundebesitzern den Boden unter den Füßen weg. Alles in unserem täglichen Leben ändert sich, wenn wir einen geliebten Hund verlieren, plötzlich ist es still und leise und unser Hund fehlt an allen Ecken und Kanten. Was vorher alles so selbstverständlich war, spiegelt sich nun im Verlust des geliebten Freundes enorm wieder. Die alltäglichen Dinge wie Gassi gehen, Futter zubereiten, kuscheln fehlen von jetzt auf gleich. Auch die Gespräche mit unserem Hund sind nicht mehr da und die stürmische Begrüßung – weg. Wir waren die Welt für unseren Hund und jetzt ist er für immer gegangen. Er war ein Teil unserer Welt und erst wenn er nicht mehr da ist, wird uns bewusst, dass auch er unsere Welt war.

Das Leben unserer geliebten Hunde ist so wertvoll, sie sind viel zu kurz bei uns. Der frühe Verlust ist der Preis, den wir zahlen, so viel Glück in unserem Leben zu haben.

Bettina Küster

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Heißt Ihr Hund auch „Nein“?

Ich freue mich, einen Gastbeitrag von Sonja Meiburg in meinem Blog veröffentlichen zur dürfen. Sie arbeitet als Hundetrainerin in ihrer Hundeschule Holledau und ist die Gründerin von Hey-Fiffi.com und bekannt aus Funk und Fernsehen.

Kennen Sie den?
„Treffen sich zwei Hunde. Sagt der eine zum anderen: ‚Und? Wie heißt Du?‘
Sagt der andere: ‚Fiffi, nein!!!’“

Das ist ein uralter Hundetrainer-Witz, der nicht nur einen Funken, sondern gleich einen ganzen Flächenbrand an Wahrheit besitzt.

Typische Szene am Samstagvormittag in der Hundeschule:
Die Hunde werden aus dem Auto gelassen, das heißt, sie springen schon mal einfach so aus dem Kofferraum, wenn Frauchen nicht aufpasst. „Fiffi, nein!!“ (heißt: „Spring nicht einfach aus dem Auto“).
Ein paar Sekunden später sieht Fiffi auf dem Hundeplatz seine Kameraden und zieht mit aller Macht in Richtung Eingang. „Fiffi, nein!!“ (heißt: „Zieh nicht an der Leine“).
Während der Begrüßung versucht Fiffi, an mir hochzuspringen. „Fiffi, nein!!“ (heißt: „Spring nicht am Trainer hoch“).
Fünf Minuten später schnüffelt Fiffi am Boden und hat dort ein Guttie gefunden, dass ein anderer Hund liegen gelassen hat. „Fiffi, nein!!“ (heißt: „Lass das Guttie dort liegen“).

Fällt Ihnen was auf? Der Informationsgehalt für den Hund in diesem Nein-Hagel ist…ja genau… gleich Null! Er hat im besten Fall eine ungefähre Ahnung davon, dass jetzt gerade etwas nicht in Ordnung ist und dass Frauchen irgendwie sauer ist. Im schlechtesten Fall interessiert ihn das „Nein!“ schon gar nicht mehr und er stellt die Ohren auf Durchzug.

Ein „Nein“ gibt dem Hund keinerlei brauchbare Informationen darüber, welches Verhalten Frauchen denn nun eigentlich möchte. Woher soll der Hund wissen, dass „Nein, Fiffi!!“ jetzt gerade heißt „Zieh nicht an der Leine“ und nicht „Schau nicht in die Luft“ oder „Wedel nicht mit dem Schwanz“?

Daher ist eins der ersten Dinge, die den Hundehaltern in guten Hundeschulen beigebracht werden:
„Sagen Sie Ihrem Hund, was er tun und nicht nur, was er lassen soll!“

Ansonsten ist Ihr Training ineffizient und nervig für beide Seiten.

Das glauben Sie nicht? Machen Sie mal ein kleines Experiment. Bitten Sie Ihren Partner/Ihr Kind/Ihre Schwiegermutter, mal kurz draußen vor der Küchentür zu warten. Sie überlegen sich, was Ihre Versuchsperson in dieser Küche tun soll. Nehmen Sie etwas, was gaaaanz einfach ist, wie z.B., sich auf einen der Stühle zu setzen.

Und dann bitten Sie die Person, wieder herein zu kommen. Sobald sie hereinkommt, bitten Sie sie, irgendetwas zu tun. Und immer, wenn sie sich nicht auf einen Stuhl setzt, wird sie mit „Nein!“ korrigiert. Ihre Schwiegermutter schaut zum Kühlschrank? „Nein!!“ (Lassen Sie mich raten, wie die schauen wird…). Ihre Schwiegermutter geht zur Kaffeemaschine? „Nein!!“ Jetzt dreht sie sich um und will lieber die Küche wieder verlassen? „Nein!!“ Ich vermute, mehr als drei Nein´s werden Sie nicht brauchen bis Ihre Schwiegermutter keine Geduld mehr hat und Ihnen den Vogel zeigt. Und ich vermute, sie sitzt dann immer noch nicht auf einem der Stühle…

Wäre es nicht viel einfacher gewesen, Ihre Schwiegermutter zu bitten, sich einfach auf einen der Stühle zu setzen? Und wenn Sie ihr dann auch noch eine Tasse Kaffee zubereiten, bleibt sie auch sicher gerne sitzen (ob Sie das wollen, ist eine andere Frage…).

Und genau so wie Ihrer Schwiegermutter ergeht es Ihren Hunden!

Statt sie mit einem Nein-Hagel zuzuballern, macht es wesentlich mehr Sinn, Ihnen zu sagen, was sie eigentlich tun sollen.

Um mal auf die Hundeplatz-Szene zurück zu kommen:
Wenn Fiffi unkontrolliert aus dem Auto springen möchte, hilft ein „Bleib“, für das es nach korrekter Ausführung ein tolles Leckerli gibt, wesentlich mehr als ein „Nein!“
Ja, das muss man üben.

Wenn Fiffi zu seinen Kameraden stürmen möchte, hilft ein „Warte“ oder ein „Sitz“, für das er dann nach korrekter Ausführung zu seinen Kameraden stürmen darf, wesentlich mehr als ein „Nein!!“
Ja, das muss man üben.

Wenn Fiffi am Trainer hochspringen möchte, hilft ein „Sitz“, für das er nach korrekter Ausführung den Trainer begrüßen darf, wesentlich mehr als ein „Nein!“
Ja, auch das muss man üben.

Ihr Hund schnüffelt am Boden, weil er etwas Leckeres in der Nase hat? Hier hilft ein „Komm“ oder „Schau mich an“ mit einer tollen Futterbelohnung ebenfalls mehr als ein „Nein!“. Das gilt hier ganz besonders, denn wenn der Hund einmal gelernt hat, dass er nach einem „Nein!“ nicht an das Futter am Boden herankommt, wird er immer schneller und geschickter darin, das Futter doch noch zu erwischen…
Ja, verflixt, auch das muss man üben.

Nochmal: Einer der wichtigsten Merksätze in der Hundeerziehung lautet
„Sagen Sie Ihrem Hund, was er tun und nicht nur, was er lassen soll!“

Immer, wenn Ihnen etwas stinkt, was Ihr Hund tut, sollten Sie sich fragen: Was möchte ich denn, was er stattdessen tut? Und dann üben Sie genau das!
Und wenn Sie ihn dann noch für erwünschtes Verhalten passend belohnen, sind Sie wesentlich schneller am Ziel als mit jedem noch so harsch gesprochenen „Nein!!“.

Und es macht auch noch viel mehr Spaß. Dem Hund u n d seinem Menschen!

Liebe Grüße,
Sonja Meiburg
Hundeschule Holledau
(erschienen in der Zeitschrift „Tierschutz-Augenblicke“)
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